Eichel-Squeeze
Diese Technik wurde erstmals in den 1960er Jahren von William H. Masters und Virginia E. Johnson in der Sexualtherapie populär gemacht und ist ein Eckpfeiler der Verhaltenskonditionierung bei vorzeitiger Ejakulation. Physisch stimuliert ein fester Druck auf das Frenulum und die Eichel Mechanorezeptoren (insbesondere Pacini-Körperchen) und sendet hemmende somatosensorische Signale an das sakrale Rückenmark (spinaler Ejakulationsgenerator), um den vorzeitigen Ejakulationsreflex durch physische und neuromuskuläre Desensibilisierung herunterzuregulieren.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
Identifizieren Sie die Erregungsschwelle
Stoppen Sie jegliche Stimulation, wenn die Erregung auf Ihrer subjektiven Skala etwa 8/10 erreicht, kurz bevor Sie den Punkt ohne Wiederkehr überschreiten.
Optimale Griffplatzierung
Legen Sie Ihren Daumen direkt auf das Frenulum (die Unterseite der Eichel) und Ihren Zeige- und Mittelfinger auf die gegenüberliegende Korona (die obere Kante der Eichel).
Üben Sie kontrollierten Druck aus
Üben Sie 10 bis 15 Sekunden lang festen, schmerzfreien Druck nach innen aus. Sie sollten einen leichten Erektionsverlust (ca. 10–30 %) und einen raschen Rückgang des Ejakulationsdrangs verspüren.
Stabilisieren und fortfahren
Lassen Sie den Druck ab und ruhen Sie sich 30 Sekunden lang aus, damit sich die neurologische und vasomotorische Erregung stabilisieren kann. Nehmen Sie dann die Stimulation langsam wieder auf.
Häufige Fehler, die es zu vermeiden gilt
Spätes Drücken
Nach dem Überschreiten des Point of No Return wird Druck ausgeübt, was zu einer unangenehmen retrograden oder blockierten Ejakulation führt.
Direkte Harnröhrenkompression
Direkter Druck auf die Harnröhrenöffnung oder Quetschen mit schmerzhafter Kraft, was zu lokalen Reizungen oder Blutergüssen im Gewebe führen kann.
Unzureichende Druckkraft
Zu schwacher Druck, um den somatischen spinalen Hemmungsreflex auszulösen, wodurch der Ejakulationsdrang nicht gemindert wird.
Es ist sicher, die Eichelquetschung 3 bis 4 Mal pro Sitzung durchzuführen. Das Üben sollte auf eine Sitzung pro Tag beschränkt werden, um körperliche Schmerzen, Schleimhautblutungen oder eine vorübergehende sensorische Desensibilisierung der Eichel zu vermeiden.
Achtung
Üben Sie niemals Druck auf die Schmerzstelle aus. Stellen Sie sicher, dass Ihre Hände sauber sind, um Reizungen vorzubeugen, und hören Sie sofort auf, wenn Sie starke oder anhaltende Beschwerden verspüren.
